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Der Buchfink

  • Buchfink Männchen
  • Buchfink Weibchen
Wissenschaftlicher Name: Fringilla coelebs
Gattung: Familie der Finken (Fringillidae)
Größe: 14 - 16 cm Gewicht: 18 - 25 g Flügelspannweite: 25 - 28 cm
Zugverhalten: Standvogel oder Teilzieher Brutzeit: April - August Brut: 1 - 2 Bruten pro Jahr Beobachtungszeitraum: ganzjährig Gefährdung: nicht gefährdet

Beschreibung:

Die Chance, einen Buchfink bei einem Spaziergang durch den Wald oder Parkanlagen beobachten zu können, ist sehr groß. Mit ca. 200 Mio. Brutpaaren zählt er zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten in Europa. Auch in unseren Gärten ist er häufig anzutreffen, und erfreut uns im Frühling und Sommer mit seinem Gesang. Seinen Namen verdankt er seinem Ruf, der sich wie „fink“ oder „pink“ anhört – und seinem Lieblingsessen, den Bucheckern.

Mit seinem farbenprächtigen Gefieder ist der männliche Buchfink sehr leicht zu erkennen. Seine Wangen, sowie die Brust und der Bauch sind rostrot gefärbt. Die Oberseite des Kopfes und der Nacken sind im Sommerhalbjahr in einem blaugrauen Farbton gehalten, und bilden dazu einen farbenprächtigen Kontrast. Im Winter ist sein Gefieder deutlich blasser. Der Scheitel und der Nacken sind nun graubraun. Auch sein Schnabel wechselt die Farbe. Im Winter ist er hornfarben, im Sommer stahlblau. Das Buchfink-Weibchen ist deutlich unauffälliger gefärbt. Sie hat einen beige-braunen Kopf und einen braun-olivfarbenen Rücken. Die Brust und der Bauch sind beige. Der Bürzel ist grünlich. Man kann sie leicht mit einem Haussperling-Weibchen verwechseln. Doch ein Blick auf die Flügel gibt Klarheit. Buchfinken – egal ob Männchen oder Weibchen – haben einen weißen Flügelfleck und auffällige weiße Flügelbinden. Diese lassen sich auch im Flug gut erkennen.

Stimme:

Männliche Buchfinken sind berühmt für ihren schönen und ausdauernden Gesang, den sogenannten „Finkenschlag". Sie singen ausschließlich zur Brutzeit, um ihr Revier zu verteidigen. Der Gesang besteht aus mehrzeiligen Strophen, die laut und schmetternd vorgetragen werden. Studien haben gezeigt, dass Buchfinken zur Hauptgesangszeit im Mai mehrere hundert verschiedene Strophen am Tag singen. Diese große Vielfalt rührt daher, dass Buchfinken Gesänge erkennen und erlernen können. Sie werden von Generation zu Generation weiter gegeben. Da männliche Buchfinken sehr standorttreu sind, kann man sogar regionale Unterschiede bei den Gesängen feststellen, ähnlich wie Dialekte bei Menschen. 
Dieses große Gesangstalent hat dazu geführt, dass seit dem 15. Jahrhundert Gesangswettbewerbe mit Finken durchgeführt werden. Insbesondere im Harz sind diese Wettbewerbe – genannt „Finkenmanöver“ – sehr beliebt und werden auch heute noch in den Monaten April, Mai und Juni abgehalten. Neben dem Gesang verfügt der Buchfink außerdem über eine Reihe von anderen Rufen. Berühmt ist hier insbesondere sein sogenannter „Regenruf“, der ähnlich wie „trürr“, „trief“ oder „wrüt“ klingt. Dieser hat ihm den Ruf eingebracht, ein besserer Wetterfrosch zu sein und Regen zuverlässig vorherzusagen. Forscher konnten dies jedoch nicht bestätigen und vertreten die Ansicht, dass der Ruf Erregung ausdrückt.

Lebenserwartung:

Buchfinken können zehn Jahre und älter werden. Der Rekordhalter hat ein stattliches Alter von 14 Jahren erreicht. Durchschnittlich werden sie jedoch nur ca. fünf Jahre alt, denn Buchfinken haben viele Feinde, wie Greifvögel oder auch Katzen. Etliche Buchfinken überleben zudem das erste Lebensjahr nicht. Ursache hierfür ist häufig der Mangel an Nahrung. Eine hohe Nestlings-Sterblichkeit ist insbesondere in Jahren und Gegenden mit wenig Schmetterlingsraupen zu beobachten. Außerdem werden die Nester von Buchfinken überdurchschnittlich oft von Rabenvögeln geplündert. Die mitunter größte Gefahr für den Buchfink geht jedoch vom Menschen aus. In vielen Ländern steht er auf dem Speiseplan, oder wird aus anderen Gründen gejagt. Dabei werden jährlich etwa 2,9 Millionen Buchfinken getötet.

Lebensraum:

Was seinen Lebensraum anbelangt, ist der Buchfink ein sehr anpassungsfähiger Vogel. Sein Vorkommen erstreckt sich, mit wenigen Ausnahmen, fast über ganz Europa. Außerdem ist er in Nordafrika und Westasien zu finden. In Neuseeland und in Südafrika wurde er zudem vom Menschen angesiedelt. Da er als Nistplatz große Bäume bevorzugt, ist er etwas häufiger in Wäldern anzutreffen als in der Stadt. Sobald er jedoch Parkanlagen und Gärten mit hohen Bäumen vorfindet, sieht man ihn auch hier regelmäßig. Einzig offene Landschaften werden vom ihm gemieden.

Nistplatz und Aufzucht der Jungen:

Das Männchen beginnt bereits im März, sein gewähltes Revier durch lautstarken Gesang zu kennzeichnen. Die Brutzeit der Buchfinken ist klimaabhängig und beginnt meist im April. Buchfinken sind Freibrüter und bauen ihr Nest in den Astgabeln hoher Bäume oder in dichten Hecken. Ist ein passender Platz gefunden, wird es durch das Weibchen alleine gebaut. Die Grundstruktur des halbkugelförmigen Nestes besteht aus Fasern von Baumrinden, Grashalmen, Wurzeln, Moos und Flechten. Für die Polsterung werden Federn oder auch Haare verwendet.

Während des Nestbaus wird das Weibchen vom Männchen bewacht und auch gegebenenfalls gegenüber anderen Buchfink-Männchen verteidigt. Das Gelege besteht aus vier bis sechs Eiern, die ca. zwei Wochen bebrütet werden. Die Jungvögel kommen blind und fast nackt auf die Welt, und werden von beiden Eltern etwa 14 Tage lang mit Raupen und Insektenlarven gefüttert. Auch nachdem sie das Nest verlassen haben, werden sie noch einige Zeit von den adulten Vögeln bei der Nahrungssuche unterstützt.

Nahrung:

Die Nahrung der Buchfinken besteht im Frühling und  Sommer zu großen Teilen aus Insekten aller Art. Außerhalb der Brutzeit stellen sie sich auf pflanzliche Nahrung um, und ernähren sich vorwiegend von Samen und Beeren. Dank ihres kräftigen Schnabels sind sie in der Lage, die verschiedensten Samen leicht aufzubrechen. Ihr Futter suchen sie vorwiegend am Boden und nehmen dieses mit schnellen, pickenden Bewegungen auf. Im Winter kann man sie häufig auch am Futterhaus antreffen. Allerdings bevorzugen sie auch hier die Nahrungsaufnahme am Boden und picken gerne nach Futter, das aus dem Futterhaus gefallen ist. 

Typisch Buchfink:

Wer bei der Winterfütterung genauer hinsieht, wird beobachten können, dass sich hauptsächlich männliche Buchfinken am Futterhaus einfinden. Die weiblichen Buchfinken zählen zu den Teilziehern, die nach Süden abwandern. Die Männchen hingegen bleiben ihrem Geburtsort meist treu und verbringen den Winter bei uns. Mitunter leisten ihnen jedoch Buchfinken aus Skandinavien dabei Gesellschaft. Dieses Verhalten veranlasste den Naturforscher Carl von Linné dazu, dem Buchfink den Namen „Fringilla coelebs“ zu verpassen. Dies bedeutet so viel wie „der ehelose oder unverheiratete Fink“. Passender wäre jedoch der Name „Strohwitwer“, denn die Weibchen kehren ja im Frühjahr wieder zurück. 

Buchfinken sind in der Paarungszeit ausgesprochen territoriale Vögel und verteidigen ihr Revier vehement. Zunächst wird dafür der Gesang verwendet. Doch wenn dies nicht ausreicht und der Konkurrent nicht verschwindet, können die Vögel auch handgreiflich werden. So manch ein Buchfink wurde sogar dabei beobachtet, wie er sich Kämpfe mit seinem Abbild in spiegelnden Fensterscheiben geliefert hat. Gemein ist, dass der vermeintliche Rivale jedoch nicht verschwindet. Zu Verletzungen führen die Kämpfe mit dem Spiegelbild meist nicht, jedoch bedeutet es großen Stress für die Tiere. Abhilfe können Pflanzen oder Gegenstände schaffen, die die Spiegelungen großflächig durchbrechen. 

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