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Die Amsel

  • Amsel im Schnee

Wissenschaftlicher Name: Turdus merula


Gattung: Familie der Drosseln (Turdidae) 


Größe: 24 - 27 cm
Gewicht: ca. 100 g
Flügelspannweite: 34 - 38 cm


Zugverhalten: Standvogel oder Teilzieher
Brutzeit: Februar - August
Brut: 2-4 Bruten pro Jahr
Beobachtungszeitraum: ganzjährig
Gefährdung: nicht gefährdet

Ich will’s genau wissen

Beschreibung:

Amseln zählen zu den häufigsten Vögeln in Europa. Da sie wenig Scheu vor dem Menschen zeigen, kann man sie leicht dabei beobachten, wie sie unter Laub nach Futter suchen oder über Rasenflächen hüpfen und nach schmackhaften Regenwürmern Ausschau halten. Männliche Amseln zählen zudem zu den besten Komponisten im Vogelreich und geben im Frühling und Sommer morgens und abends die schönsten Konzerte. Auch optisch ist das Amselmännchen ein sehr schöner Vogel. Sein Gefieder glänzt tiefschwarz. Manchmal sind die Federspitzen an den Flügeln in einem warmen, dunklen Braunton gehalten. Der gelbe bis orange Schnabel und der gelbe Augenring heben sich leuchtend vor dem dunklen Gefieder ab. Die Optik des Weibchens ist deutlich unauffälliger. Doch bei genauerem Blick bietet ihr Gefieder ein sehr spannendes Farbenspiel. Die Oberseite ist in einem mittleren, relativ einheitlichen Braunton gefärbt. Die Unterseite ist heller gehalten und weist ein individuelles Muster in verschiedenen Braun- und Beigetönen auf. Die Kehle ist meist heller gestrichelt. Der Schnabel ist nicht gelb, wie beim Männchen, sondern hornfarben. So ist das Weibchen gerade in der Brutzeit, wenn es in seinem bodennahen Nest sitzt, ausgesprochen gut vor Feinden getarnt. Die Jungvögel haben eine Gefiederzeichnung die stark der des Weibchens ähnelt. Erst nach ca. einem Jahr ist die Mauser zum Gefiederkleid der adulten Vögel abgeschlossen. Gerade im Winter kann man dies gut bei jungen männlichen Amseln erkennen. Der Schnabel ist noch nicht komplett gelb eingefärbt, sondern weist noch braune Partien auf. Auch das Gefieder zeigt noch nicht den tiefschwarzen Farbton. Die Bezeichnung für diese jungen Amseln lautet "Amsel Immatur". Ab und zu sind bei Amseln auch weiße Federn oder ganze Stellen des Gefieders weiß. Sehr selten gibt es sogar rein weiße Amseln. Hierbei handelt es sich entweder um eine Mangelernährung während der Mauser oder um sogenannten Leuzismus. Dies ist eine genetische Mutation, die jedoch harmlos ist.

Stimme:

Die Amsel gilt als einer der ersten Frühlingsboten und begeistert uns von Februar bis Juli mit ihrem wunderschönen Gesang. Noch bevor die Sonne aufgeht, trällern die Amselmännchen von den Baumwipfeln ihr Lied und in der Abenddämmerung läuten sie als einer der letzen Sänger die Nacht ein. Der Amselgesang, der übrigens auch teilweise vom Weibchen vorgetragen wird, klingt in unseren Ohren besonders schön, da er mit seinen zahlreichen Varianten und der flötenden Stimme unserer Musik sehr nahe kommt. Nicht umsonst haben sich etliche Komponisten und Musiker, wie Heinz Tiessen, Richard Strauss, Cat Stevens oder Paul McCartney von der Amsel inspirieren lassen. In den beiden bekannten Volksliedern "Die Vogelhochzeit" und "Alle Vögel sind schon da" zählt sie zudem zu den Hauptprotagonisten. Jede Amsel hat beim Gesang ein ganz individuelles Repertoire, das zum Teil angeboren und zum Teil erlernt ist. Es bestehen zudem Unterschiede zwischen Stadt- und Waldamseln. Studien haben ergeben, dass Stadtamseln in höheren Tonlagen als ihre Verwandten auf dem Land singen. Durch die hohen Stimmlagen sind sie in der Lage lauter zu singen und können somit den eher tieftonigen Verkehrslärm übertönen. Doch die Amsel kann auch anders. So schön ihr Gesang klingt, so misstönend hören sich ihre anderen Lautäußerungen in unseren Ohren an. Bei Gefahr oder Erregung lassen sie ein lautes "duck, duck, duck ", ein zeterndes "Tix, tix, tix" oder ein hohes "ssiih“ hören. 

Lebenserwartung:

Amseln können bis zu 20 Jahre und älter werden – der älteste Vogel in freier Wildbahn wurde auf der Insel Helgoland mit 22 Jahren beobachtet. Aufgrund zahlreicher Feinde erreichen viele Amseln jedoch nicht einmal ihr fünftes Lebensjahr. Viele Greifvögel, wie Sperber, Falken, und Habichte aber auch Eulen machen Jagd auf Amseln. Die Gelege und Jungvögel sind zudem besonders stark durch Hauskatzen, Füchse, Marder, Wanderratten oder Rabenvögel, wie Elstern bedroht. Doch auch der Mensch ist direkt oder indirekt für viele Verluste bei den Amseln verantwortlich. Sowohl Straßenverkehr, als auch Fensterscheiben kosten viele Amseln das Leben. Allerdings haben Studien bewiesen, dass Amseln in Städten sogar Verkehrsunfälle mit Knochenbrüchen überleben können. Hier bieten das größere Nahrungsangebot und die geringere Bedrohung durch Feinde verletzten Amseln gute Überlebenschancen. Problematischer ist die Jagd, die in etlichen Bereichen ihres Verbreitungsgebietes, wie Südeuropa und Frankreich, auf die Vögel gemacht wird.

Lebensraum:

In Europa kommt die Amsel fast überall vor. Zudem ist sie noch in einigen Gebieten Nordafrikas und Asiens zu finden und wurde in Australien und Neuseeland eingebürgert. Ursprünglich war die Amsel ein scheuer Waldbewohner, der sich insbesondere in den dunkelsten, unterholzreichsten Bereichen des Waldes aufgehalten hat. Vor ca. 200 Jahren hat sich dieses Verhalten grundlegend geändert. Nach und nach war ein zunehmender Zuzug in den städtischen Raum zu beobachten. Dieser ging mit der Mode einher, die Städte durch Parkanlagen grüner zu gestalten. Heutzutage ist die Amsel aus den Städten nicht mehr wegzudenken und sie zählt hierzulande zu den heimischen Vogelarten mit der geringsten Scheu vor Menschen. Nur in Gebieten in denen sie nach wie vor gejagt wird, ist die Amsel ein scheuer Waldbewohner geblieben.

Nistplatz und Aufzucht der Jungen:

Die Brutzeit der Amseln beginnt in der Regel Ende Februar und dauert bis Ende August. Die Balz beginnt im Normalfall morgens nach dem Reviergesang der Männchen. Um dem Weibchen zu imponieren, marschiert es hoch aufgerichtet und mit aufgeplustertem Brust- und Bauchgefieder vor dem Weibchen auf und ab. Die Flügel lässt es hängen und gibt beim Marschieren Balzlaute von sich. Innerhalb einer Brutsaison führen die Paare meist eine monogame Beziehung. Amseln brüten bis zu vier Mal im Jahr. Sie zählen zu den Freibrütern und bauen ihr Nest hauptsächlich in Sträuchern und Bäumen, teilweise auch am Boden. Die typische Nesthöhe liegt jedoch bei 1,5 – 2 Metern. Studien haben gezeigt, dass erfahrene Amseln sicherere Nistplätze wählen, während unerfahrene Jungvögel mitunter auch zu ungewöhnlichen weniger sicheren Nistplätzen tendieren. Selbst Nester in Leuchtreklamen wurden bereits beobachtet. Das Nest wird durch das Amselweibchen alleine gebaut. Die Grundstruktur besteht aus dünnen Zweigen und Moos. Anschließend wird sie mit feuchter Erde, Lehm und Schlamm ausgekleidet. Sobald die Nestbasis getrocknet ist, wird sie mit Blättern und Grashalmen gepolstert. Nach einigen Tagen legt das Weibchen drei bis fünf Eier, die ca. 12 bis 19 Tage bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungvögel etwa 15 Tage im Nest bevor sie es verlassen. Zunächst können die jungen Amseln kaum fliegen. Deshalb suchen sie sich eine gute Deckung am Boden und werden noch einige Zeit von den Eltern gefüttert. Nach ca. 2,5 Wochen verfügen sie schließlich über ein sehr gutes Flugvermögen. Dann dauert es nochmal 1,5 bis 2 Wochen, bis sie komplett selbstständig sind.

Nahrung:

Amseln lieben Regenwürmer. Aber auch Schnecken, Käfer, Spinnen und andere Insekten stehen auf ihrer Speiseliste. Selbst kleine Wirbeltiere werden mitunter von ihnen gefressen. Doch auch Früchte und Samen machen je nach Jahreszeit einen großen Anteil ihrer Nahrung aus. Gerade im Winter freuen sich Amseln sehr über Fettfutter, Meisenknödel, Sonnenblumenkerne, Äpfel, Beeren oder Rosinen und sind häufige Gäste am Futterhaus. Wichtig zu wissen ist, dass Amseln Futtersilos jedoch nicht anfliegen können. Amseln suchen mit Vorliebe am Boden nach ihrer Nahrung. Dabei kommt ihnen ihr ausgezeichnetes Sehvermögen und Gehör zu Gute. Amseln können sogar noch aus einem halben Meter Entfernung Regenwürmer und Larven in bis zu 3 Zentimetern Tiefe hören. Die leichte Erdbewegung, die diese verursachen, genügt der Amsel zur Ortung. Dann wird die Beute mit dem Schnabel ausgegraben. Auch unter Falllaub suchen Amseln gerne nach Insekten. Die Blätter werden mit dem Schnabel gefasst und mit ruckartigen Bewegungen zu Seite geworfen. Dann verharrt die Amsel einige Zeit, um auch Insekten zu finden, die sich totgestellt haben.

Typisch Amsel:

Außerhalb der Brutzeit ist die Amsel ein geselliger Vogel. Doch wenn es um die Besetzung und Verteidigung der Reviere geht, liefern sich die Amselmännchen mitunter spektakuläre Kämpfe. Dabei picken die Vögel einander in die Brust und steigen mehrere Meter in die Luft. Werden die Kämpfe intensiver, verkrallen sich die Vögel häufig ineinander und kämpfen am Boden weiter. Gelegentlich kommt es auch zu Kämpfen zwischen den Weibchen. Auch bei Futterknappheit oder am Futterhaus können Amseln sich sehr territorial verhalten. Letzteres wird gerne von Amseln blockiert und gegen andere Vögel verteidigt. Da Amseln jedoch meist alles aus dem Futterhaus aussortieren, was ihnen nicht passt, profitieren häufig Vögel, die nur am Boden picken von ihrem Verhalten. Amseln baden zudem für ihr Leben gern. Insbesondere bei Regen oder bedecktem Himmel. Bei Sonnenschein hingegen nehmen sie lieber ein Sonnenbad in der prallen Sonne ein. 

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